Donnerstag, 9. Juli 2015

Mess op Kölsch - am Samstag, 20.06.2015


Ja, wir haben sie auch in diesem Jahr wieder gefeiert, unsere MESS OP KÖLSCH ... mittlerweile ein Ritual, in dem wir unsere Liturgie mit unserer Heimat und Mundart verbinden. Gerne laden wir dann auch dazu ein, einmal näher auf bestimmte Themen zu schauen, indem wir aktuelle Ereignisse thematisch einbinden.

Eine Besucherin unserer Messe, Frau Walter, hat uns dazu etwas geschrieben. Alle, die nicht dabei sein konnten, haben so die Möglichkeit, hier etwas darüber zu erfahren:



Zuerst hatten wir das Gefühl, nicht in einer Kirche, sondern in einem Wartesaal zu sitzen. Da kommen doch unerwartet zwei Leute, eine Frau und ein Mann, durch den Mittelgang und setzen sich auf die Stufen vor dem Altar. Sie schlagen eine Boulevardzeitung „Kölsch Press“ auf und fangen an zu lesen. Gegenseitig zitieren und kommentieren sie laut jüngste Kölner Lokalereignisse, ‚Kögida‘, ‚Bombenfund‘, ‚Finchens Alleinfahrt‘ und ‚Flüchtlinge und deren Unterbringung‘. Damit endet das Zwiegespräch, weil der Pastor mit zwei Kaplänen auftaucht. 


Pastor Amon begrüßt alle und greift das Thema Flüchtlinge auf. Er verweist darauf, dass die UN diesen 20. Juni zum Tag der derzeit 60 Millionen Flüchtlinge ausgerufen hat.


In dem gesamten Gottesdienst drehen sich alle Texte, Gebete und Lieder um Menschen, die wegen Gewalt, Vergewaltigung, Mord und Totschlag ihre Heimat verlassen mussten. 


In seiner Predigt verlangte Pastor Amon, die Flüchtlinge willkommen zu heißen und ihre Menschenwürde zu achten. Die Politik müsse sich etwas einfallen lassen, was anständige Unterbringung, Versorgung, Anerkennung, Integration und Arbeitserlaubnis angehe, sagte er. Die Menschen wollten unsere Sprache lernen, wollten arbeiten. Wer Arbeit habe, verdiene Geld und könne bald für sich selbst sorgen. Es sei ein christliches Gebot, den Flüchtlingen mit gegenseitiger Wertschätzung und Toleranz respektvoll zu begegnen. 
Auch wenn sie keine Christen seien und Gott Allah nennen, so müssen wir sie doch als Schwestern und Brüder ansehen. Wenn wir das beherzigen, dann sind wir echte Christenmenschen. 


Die mutigen, spannenden und nachdenklichen Worte haben die Messbesucher berührt und getroffen.
Dazu kam, dass alle Texte, wie angekündigt in Kölsch gesprochen und gesungen wurden. (Die Besucher hatten Textblätter zum Mitsingen). Als Gast war Thomas Cüpper (et Klimpermännchen) eingeladen, der mit passenden Liedern und seinem Akkordeon die Messe begleitete. Nach der Messe  und dem verdienten Beifall waren alle Besucher zu Kaffee, Kuchen und Muuzen im Gemeindesaal eingeladen.


Ein großes Dankeschön der St.-Paulus-Gemeinde, ihrem Pastor und seinem Team.


Margret Walter


Ja, an dieser Stelle auch ein großes Dankeschön an Sie, liebe Frau Walter.

Durch ein technisches Problem haben wir leider keine Bilder. Sollte jemand von Ihnen Bilder gemacht haben, würden wir uns freuen, wenn Sie uns ein paar aussagefähige zur Verfügung stellen könnten.
(bitte an unser Pfarrbüro)


CAH







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